Rund um den Test

Warum?

bin ich der Vater?
  • Sie haben Zweifel an Ihrer Vaterschaft
  • Sie sind sich Ihrer Verwandtschaftsverhältnisse unsicher
  • Sie benötigen ein gerichtsverwertbares Gutachten
  • Sie wollen Ihre Zukunft sicher planen!
Ein Vaterschaftstest erfolgt nach schriftlicher Auftragserteilung und Probenentnahme
(Testset wird auf Wunsch zugesendet oder wir entnehmen die Mundhöhlenabstriche bei uns)
die Analyse dauert in der Regel nur zwei Werktage, weil wir auf Vaterschaftstests spezialisiert sind.

Der Vaterschaftstest mit oder ohne Kindesmutter

Ein vermeintlicher Vater (Putativvater) soll als biologischer Vater eines Kindes bestätigt oder ausgeschlossen werden.

Die Probe der Kindesmutter ist beim Vaterschaftstest nicht unbedingt erforderlich, wenn sie allerdings mituntersucht wird, so ergeben sich daraus folgende Vorteile:
  • Die Probe der Mutter dient der verbesserten Identitätssicherung der kindlichen Probe.
  • Die Vaterschaftswahrscheinlichkeit wird höher, denn die obligaten väterlichen Merkmale können nach der Zuordnung der mütterlichen Merkmale beim Kind identifiziert werden: ein Kind erbt immer die Hälfte der Merkmale von seiner Mutter und die andere von seinem biologischen Vater - daher liefert die Probe der Kindesmutter genaue Informationen über die von ihr und die vom Vater vererbten Merkmale. Das bedeutet, wir können mithilfe der Probe der Kindesmutter genau erkennen, welche Merkmale das Kind von seinem biologischen Vater geerbt hat.
  • Ein Ausschluss der Vaterschaft wird durch die deutlicher erkennbaren Ausschlusskonstellationen abgesichert.

Auf die Probe der Kindesmutter soll also nur verzichtet werden, wenn sie nicht zur Verfügung steht.
Im Fall, dass ein Blutsverwandter des getesteten Mannes als Vater in Frage kommt, ist die Probe der Kindesmutter jedoch unbedingt erforderlich.
Außerdem müssen wir bei Verwandtschaft von möglichen Vätern bwz. bei Inzestfällen unbedingt informiert werden.

Beurteilung der Ergebnisse

Wenn ein Kind an den angegebenen Markerstellen je ein Merkmal von der Mutter und vom Putativvater aufweist, so kann dieser als sein leiblicher Vater nicht ausgeschlossen werden.

Das verbale Prädikat "Vaterschaft praktisch erwiesen" bedeutet, dass die Vaterschaftswahrscheinlichkeit einen Wert von mindestens 99,999% erreicht (99,9% im Defizienzfall ohne Kindesmutter). Ein Ausschluss der Vaterschaft ist bei Vorliegen von vier und mehr Nichtübereinstimmungen ("Ausschlusskonstellationen") auf verschiedenen Chromosomen gegeben. Das bedeutet, dass an mindestens vier Stellen in den genetischen Profilen von Vater und Kind keine Übereinstimmung gefunden werden kann. Der Ausschluss wird stets durch Doppelanalyse an einer zweiten Probe bestätigt. Das Gutachten, das Sie erhalten, weist demnach die Vaterschaft zu mindestens 99,999% (99,9% ohne Kindesmutter) nach oder schließt diese zu 100% aus.

Berechnung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit:
Die Basis der Likelihood-Berechnung ist eine exakte Hypothesenformulierung der postulierten Verwandtschaftsverhältnisse. Unsere biostatistischen Auswertungssoftware "GenoProof" ermittelt die Vaterschaftswahrscheinlichkeit anhand der Genotypfrequenzen der beteiligten Personen. Es wird nie eine Vaterschaftswahrscheinlichkeit von 100% erreicht, sondern eine Annäherung daran. Je mehr Marker untersucht werden, desto höher werden Informationsgehalt, Aussagekraft und der Wahrscheinlichkeitswert: Der Wert kann über 99,99999999% erreichen, wenn die vererbten Merkmale in der Bevölkerung selten vorkommen, die Kindesmutter mituntersucht wird oder wenn besonders viele Marker-Systeme untersucht werden. Mit einem Repertoire von über 50 Marker-Systemen übertrifft unser "Rüstzeug" bei weitem die Mindestanforderungen, sodass wir auch in allen erdenklichen Ausnahmesituationen noch zu einem aussagekräftigen Ergebnis gelangen.

Zusätzlich zur exakten Vaterschaftswahrscheinlichkeit wird bei uns der individuelle Paternity Index (PI), der Essen-Möller-Wert (EM) sowie die individuelle Vaterschaftsausschlusschance (Paternity Exclusion) berechnet. Letzteres ist die Chance, einen Nichtvater zu erkennen.
Wir berücksichtigen Populationszugehörigkeiten (also die genetische Abstammung der Testpersonen) gemäß den Richtlinien der International Society for Forensic Genetics und wenden im Bedarfsfall das Step-Modell für Mutationen an.

"Vaterschaftstest" ohne Vater

Vater- und Mutterschaftstests mit Großeltern oder Geschwistern.

Steht für einen Elternteil keine Probe zur Verfügung, beispielsweise weil die Person verstorben oder nicht auffindbar ist, kann ein Abstammungstest auch mit den Proben von dessen Eltern, z.B. der väterlichen Großeltern des Kindes anstelle des Putativvaters, durchgeführt werden. Großvater-Test (nur Großvater väterlicherseits und Enkelsohn) oder Onkeltest (Onkel väterlicherseits und Neffe).

Großmutter-Test (nur Großmutter väterlicherseits und Enkeltochter) oder Zwei vermeintliche Halbschwestern väterlicherseits:
Mit Proben der väterlichen Großmutter und der Enkeltochter kann eindeutig festgestellt werden, ob ein Sohn der Großmutter der leibliche Vater der Enkeltochter ist. Dieses Ergebnis kann als indirekter Vaterschaftstest gewertet werden, wenn kein anderer Sohn derselben Großmutter als Kindesvater infrage kommt.
Manchmal stellt sich die Frage, ob zwei Halbschwestern, die verschiedene Mütter haben, von demselben Vater abstammen:
diese Situation lässt sich mittels X- chromosomaler Untersuchung mit über 99,99%iger Wahrscheinlichkeit nachweisen oder zu 100% ausschließen.
Geschwister-Test: Mit einem Brudertest kann ohne Eltern festgestellt werden, ob zwei Brüder von derselben väterlichen Abstammungslinie stammen oder nicht. Mit einem Schwesterntest kann festgestellt werden, ob diese von demselben Vater abstammen oder nicht, bei verschiedenen Müttern sogar ohne Proben der Mütter. Haben zwei Töchter dieselbe Mutter, muss diese mitgetestet werden, um festzustellen, ob sie Vollschwestern oder Halbschwestern väterlicherseits sind. Bei Geschwistern verschiedenen Geschlechts lässt sich eine Wahrscheinlichkeit errechnen, mit der sie von denselben Eltern abstammen bzw. von demselben Vater, wenn die Mütter mitgetestet werden.

Komplexe Verwandtschaftsanalysen

Bei komplexen Fragestellungen sowie Defizienzfällen, bei denen für einzelne Probanden keine Probe zur Verfügung steht, werden erweiterte Berechnungsmethoden benötigt, um Abstammungsfälle zu untersuchen. Unsere software bedient sich dabei des Verfahrens der kombinatorischen Defizienzanalyse (nach Conradt) zur Ermittlung möglicher Stammbaumkonstellationen und nutzt den Kinship-Algorithmus (nach Ihm und Hummel) zur Ermittlung der genotypischen Stammbaumwahrscheinlichkeit. Wir können Hypothese und Gegenhypothese frei definieren und sind daher in der Lage, nahezu jedes Verwandtschaftsverhältnis aufzuklären, sofern nur geeignete Testpersonen zur Verfügung stehen. Berechnungen in Inzestfällen Besteht zwischen Mutter und Putativvater (beziehungsweise Putativmutter und Vater) eine Eltern- oder eine Geschwisterbeziehung, müssen andere Formeln zur Berechnung des Paternity Indexes (PI) verwendet werden, da die Unabhängigkeit der elterlichen Genotypen nicht mehr gegeben ist. Auch für diesen Fall bietet unsere Software die geeigneten Möglichkeiten, wenn diese Gegebenheit vorher bekannt ist.

Zwillingsuntersuchungen

Die Bestimmung der Zygotie (Ein- oder Zweieiigkeit) von Zwillingen kann medizinische, wissenschaftliche und persönliche Bedeutung haben.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse stellt eine Widerspiegelung der biologischen Tatsachen mittels molekularbiologischer Methoden dar.
Natürlich ist es das Recht einer jeden Person und auch ein menschliches Grundbedürfnis, zu erfahren, mit wem wer wie verwandt ist.
Diese Frage stellen sich immer wieder Väter, die Zweifel über ihre Vaterschaft haben. Immerhin gibt es laut Statistiken geschätzte 8% sog. Kuckuckskinder, d.h. rund jedes zwölfte Kind stammt nicht von dem Mann ab, der als Vater angegeben ist.

Da die Anerkennung der Vaterschaft erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich zieht, sollte die Vaterschaft wirklich abgesichert sein. Andernfalls sollten Sie kein Vaterschaftsanerkenntnis abgeben, sondern die Vaterschaft durch einen DNA-Test klären lassen.
Der Unterhalt, die Finanzierung eines studierenden Kindes, das Heiratsgut, die Erbschaft, u.v.m. hängen mit der Vaterschaft zusammen.

Von Rechts wegen wird man aus drei Gründen Vater: man ist
  • der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit der Mutter verheiratet ist: Ehelichkeitsvermutung
  • der die Vaterschaft anerkannt hat
  • oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde.

Sie sind bereits rechtlicher, aber möglicherweise nicht biologischer Vater eines Kindes, und zwar durch die eheliche Geburt des Kindes oder weil Sie zum Zeitpunkt der Anerkennung sicher waren, der Vater zu sein. Dann können Sie innerhalb von zwei Jahren nach Auftauchen Ihrer Bedenken und begründeten Zweifel beim zuständigen Familiengericht einen Antrag auf Bestreitung der ehelichen Geburt oder auf Rechtsunwirksamkeit des Vaterschaftsanerkenntnisses einbringen:
Sie haben eine zweijährige Bestreitungs- und Klagsfrist.
Im Falle eines Vaterschaftsausschlusses sind auch Ersatzforderungen für geleisteten Unterhalt von der Mutter bzw. Bereicherungsansprüche (Regress) gegen den leiblichen Vater möglich.
Bis zur Klärung der Frage der Abstammung bleibt aber der rechtliche Vater unterhaltspflichtig.
Erst wenn die Ehelichkeitsbestreitung erfolgreich war bzw. das Vaterschaftsanerkenntnis rechtsunwirksam wird, kann die Unterhaltspflicht rückwirkend wegfallen.

Relativ Neues am Familienrechtsgesetz:
ein Kind als Hauptbetroffener kann selbst seine biologische Vaterschaft feststellen lassen: Aktivlegitimation zur Bestreitungsklage.

"Vätertauschverfahren" nach §163e ABGB:
das Kind - wenn es noch minderjährig ist, dann wird es durch den Jugendwohlfahrtsträger vertreten - kann den bisherigen Vater aus der Position des rechtlichen Vaters beseitigen und die Begründung einer neuen Vaterschaft ohne gerichtliches Verfahren einleiten.
Voraussetzungen sind:
das Anerkenntnis eines anderen und die Bezeichnung als Vater durch die Mutter, wenn das Kind minderjährig ist.
Wenn Kind und Mutter zustimmen, ist auch ein "durchbrechendes Vaterschaftsanerkenntnis" eines anderen Vaters am Standesamt möglich, das die bestehende Vaterschaft beseitigt.

Da durch die Analyse ein Vorgang ausgelöst wird, der weitreichende Folgen für die Betroffenen hat, raten wir im Vorfeld zu Gesprächen und Übereinkünften, um sich Kosten und Nerven eines langwierigen Gerichtsprozesses zu ersparen. Sie haben bei uns die Möglichkeit, sich über die Rahmenbedingungen und die Konsequenzen der Analyse beraten zu lassen:
sowohl wir als auch unser Expertenforum mit erfahrenen Juristen, Psychologen, Therapeuten und Mediatoren steht Ihnen unter Kontakte zur Verfügung.

Väter dürfen bei gemeinsamer Obsorge beider Eltern ohne Zustimmung der Mutter die genetische Abstammung ihres Kindes überprüfen lassen.
Es liegt ebenso im Interesse des Kindes zu erfahren, wer sein leiblicher Vater ist:
Das Wissen über die Herkunft hilft auch, etwaige genetisch bedingte Erkrankungen oder allfällige Erkrankungsrisiken besser abschätzen zu können.
Ein privater DNA-Test ist allerdings kein erlaubtes Beweismittel vor Gericht, weil die Herkunft der Proben nicht gesichert ist:
für ein rechtlich verwertbares Gutachten muss der bzw. die gerichtlich beeidete Sachverständige/r eine sorgfältige Befundaufnahme durchführen.
 

Beratung

Oft sind auch Mütter selbst Auftraggeberinnen, die eruieren möchten, wer der biologische Kindesvater ist, ebenso Schwiegermütter, die bei ihrem Sohn Zweifel anmelden.
Weitere Gründe für einen DNA-Test:Feststellung der Mutterschaft von Neugeborenen bei befürchteten Kindsverwechslungen in Geburtskliniken.
Überprüfung der Geschwisterschaft - sehen Sie unter "Geschwistertest"
Überprüfung der Großelternschaft - sehen Sie unter "Großelterntest"
Bei Zwillingen der Nachweis, ob es sich um ein- oder zweieiige Zwillinge handelt.
Verwandtschaftsverhältnisse können über mehrere Generationen hinweg über die väterliche oder die mütterliche Linie untersucht werden.
Wir vom Team Confidence klären Ihre biologische Situation mithilfe der besten Methoden und verfeinerten Analysen auf, die auch geeignet und robust genug sind, um komplizierte Stammbäume und Verwandtschaftskonstellationen zu bearbeiten und zu Ergebnissen mit hohen Wahrscheinlichkeiten führen, weil wir auf Vaterschaftstests und Verwandtschaftsanalysen spezialisiert sind -
wir lehnen Billig-Massenuntersuchungen schon allein deshalb ab, weil diese immer wieder auf unseren Tischen zur Kontrolle landen.
Wir gehen mit Ihrer persönlichen Fragestellung und Problematik nach bestem Wissen und Gewissen um.

Anonymes Verschicken der Proben und Resultate erscheint uns als unzureichend, was die Sorgfaltspflicht betrifft und unseriös. Wenn Sie entgegen unseren Empfehlungen eine Beratung nicht in Anspruch nehmen wollen, ist eine Übereinkunft zwischen den Hauptbetroffenen unter möglichst großer Bedachtnahme auf das Kindeswohl sicher wünschenswert.

Wir sind von 8.30 bis 16 Uhr 30 täglich für Sie da:

rufen Sie an: 01-368 4554
schicken Sie ein Mail: office (at) confidence.at
kommen Sie zu einem persönlichen Beratungsgespräch zu uns.

Außerdem stehen Ihnen erfahrene Rechtsanwälte und Experten unter "Kontakte" zur Verfügung.

Confidence

DNA-Analysen GmbH
Formanekgasse 14/1
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Tel.: +43 1 368 4554
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