Ablauf & Analytik

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Probenentnahme


Die Probenentnahme findet in unserem Labor oder mit einem von uns kostenlos zugesendeten Testset statt.
 
Mit einem sterilen Wattestäbchen werden Zellen aus der Mundschleimhaut abgerieben.
Je mehr Zellen auf dem Stäbchen sind, desto mehr DNA erhalten wir.Mund gründlich mit Wasser ausspülen (nicht Zähne putzen), danach 1 Stunde nichts essen und trinken.
Bei gestillten Babys sollen 2 Stunden zwischen Stillen und Probenentnahme liegen, damit sich keine mütterlichen Zellen in der Mundhöhle des Babys befinden.
Röhrchen vorsichtig öffnen, Wattestäbchen herausziehen, ohne mit dem Finger den Wattekopf zu berühren.
Mit dem Wattestäbchen ca. 4 mal an jeder Innenseite der Wangen hin und herreiben.
Wattestäbchen wenn möglich mind. eine halbe Stunde an der Luft trocknen lassen (offen verkehrt stehen lassen), wenn nicht, dann kühl lagern und so rasch wie möglich in unser Labor bringen. Wattekopf nicht berühren!
Wattestäbchen zurück in das Röhrchen geben und verschließen.
Beschriftung des Röhrchens: Namen der Testperson und Datum der Probenabnahme auf das jeweilige Röhrchen schreiben.
Die Röhrchen in einem Kuvert an uns retourschicken.
Bitte schicken Sie Ihre Sendung eingeschrieben an die Hutweidengasse 22/1 in 1190 Wien.
Unterschriebenen Vertrag und Kopie des Lichtbildausweises beilegen!

Identifikation des Auftraggebers


Bei eingesendeten Proben muss der Name der Testperson sowie das Datum der Probenentnahme auf jedem Röhrchen vermerkt sein.
Name und Anschrift des Auftraggebers und ausgefüllter, unterschriebener Vertrag sowie Kopie des Lichtbildausweises sind Voraussetzung für den Auftrag. Sie übernehmen zur Gänze die Verantwortung und Haftung für die Richtigkeit der übermittelten Daten.

Für Gerichtsgutachten ist die Anwesenheit aller Testpersonen notwendig.
Der/die allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige wird die Befundaufnahme mit Identitätsnachweisen durchführen.
 

Haftung:

für alle Verbindlichkeiten betreffend der Identitätsangaben haftet in vollem Ausmaß der Auftraggeber.

Analytik

 
  1. Schritt: Probenaufbereitung: DNA-Extraktion und Reinigung.
  2. Schritt: Vervielfältigung und Markierung der DNA mittels Polymerase Chain Reaction.
  3. Schritt: Detektion auf dem Genetic Analyser (Fragmentanalyse) und Auswertung der Rohdaten mittels verschiedener original Softwares (GeneMapper, Sequencing Analysis software, GenoProof)
  4. Schritt: Hypothesenformulierung und biostatistische Wahrscheinlichkeitsberechnung unter Berücksichtigung der Allelfrequenzen der Bevölkerungsgruppe der Testpersonen
  5. Schritt: Interpretation und Bewertung aller Daten in einem ausführlichen Gutachten

Polymerase Chain Reaction:

Fragmentanalyse:

Zur Unterscheidung der einzelnen STR-Marker sind die Primer mit verschiedenen Fluoreszenzfarbstoffen gekennzeichnet.
Durch hochauflösende Kapillarelektrophorese werden die DNA-Fragmente entsprechend ihrer Größe aufgetrennt und gleichzeitig mittels Laserlicht detektiert, das die verschiedenen Fluoreszenzfarbstoffe anregt. So werden Signale an die software übermittelt, die wir den entsprechenden Allelen zuordnen.

Ergebnis


Sie erhalten ein mehrseitiges Gutachten mit detaillierten Informationen und der Interpretation Ihres Resultats,
bei "erwiesener Vaterschaft" auch das Beiblatt der genauen Berechnung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit,
die nachvollziehbar ist.

Rechtliche Rahmenbedingungen


Die Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse stellt eine Widerspiegelung der biologischen Tatsachen mittels molekularbiologischer Methoden dar.
Natürlich ist es das Recht einer jeden Person und auch ein menschliches Grundbedürfnis, zu erfahren, mit wem wer wie verwandt ist.
Diese Frage stellen sich immer wieder Väter, die Zweifel über ihre Vaterschaft haben. Immerhin gibt es laut Statistiken geschätzte 8% sog. Kuckuckskinder, d.h. rund jedes zwölfte Kind stammt nicht von dem Mann ab, der als Vater angegeben ist.

Da die Anerkennung der Vaterschaft erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich zieht, sollte die Vaterschaft wirklich abgesichert sein. Andernfalls sollten Sie kein Vaterschaftsanerkenntnis abgeben, sondern die Vaterschaft durch einen DNA-Test klären lassen.
Der Unterhalt, die Finanzierung eines studierenden Kindes, das Heiratsgut, die Erbschaft, u.v.m. hängen mit der Vaterschaft zusammen.

Von Rechts wegen wird man aus drei Gründen Vater: man istder Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit der Mutter verheiratet ist: Ehelichkeitsvermutung
der die Vaterschaft anerkannt hat
oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde.
Sie sind bereits rechtlicher, aber möglicherweise nicht biologischer Vater eines Kindes, und zwar durch die eheliche Geburt des Kindes oder weil Sie zum Zeitpunkt der Anerkennung sicher waren, der Vater zu sein. Dann können Sie innerhalb von zwei Jahren nach Auftauchen Ihrer Bedenken und begründeten Zweifel beim zuständigen Familiengericht einen Antrag auf Bestreitung der ehelichen Geburt oder auf Rechtsunwirksamkeit des Vaterschaftsanerkenntnisses einbringen:
Sie haben eine zweijährige Bestreitungs- und Klagsfrist.
Im Falle eines Vaterschaftsausschlusses sind auch Ersatzforderungen für geleisteten Unterhalt von der Mutter bzw. Bereicherungsansprüche (Regress) gegen den leiblichen Vater möglich.
Bis zur Klärung der Frage der Abstammung bleibt aber der rechtliche Vater unterhaltspflichtig.
Erst wenn die Ehelichkeitsbestreitung erfolgreich war bzw. das Vaterschaftsanerkenntnis rechtsunwirksam wird, kann die Unterhaltspflicht rückwirkend wegfallen.

Relativ Neues am Familienrechtsgesetz:
ein Kind als Hauptbetroffener kann selbst seine biologische Vaterschaft feststellen lassen: Aktivlegitimation zur Bestreitungsklage.

"Vätertauschverfahren" nach §163e ABGB:
das Kind - wenn es noch minderjährig ist, dann wird es durch den Jugendwohlfahrtsträger vertreten - kann den bisherigen Vater aus der Position des rechtlichen Vaters beseitigen und die Begründung einer neuen Vaterschaft ohne gerichtliches Verfahren einleiten.
Voraussetzungen sind:
das Anerkenntnis eines anderen und die Bezeichnung als Vater durch die Mutter, wenn das Kind minderjährig ist.
Wenn Kind und Mutter zustimmen, ist auch ein "durchbrechendes Vaterschaftsanerkenntnis" eines anderen Vaters am Standesamt möglich, das die bestehende Vaterschaft beseitigt.

Da durch die Analyse ein Vorgang ausgelöst wird, der weitreichende Folgen für die Betroffenen hat, raten wir im Vorfeld zu Gesprächen und Übereinkünften, um sich Kosten und Nerven eines langwierigen Gerichtsprozesses zu ersparen. Sie haben bei uns die Möglichkeit, sich über die Rahmenbedingungen und die Konsequenzen der Analyse beraten zu lassen:
sowohl wir als auch unser Expertenforum mit erfahrenen Juristen, Psychologen, Therapeuten und Mediatoren steht Ihnen unter Kontakte zur Verfügung.

Väter dürfen bei gemeinsamer Obsorge beider Eltern ohne Zustimmung der Mutter die genetische Abstammung ihres Kindes überprüfen lassen.
Es liegt ebenso im Interesse des Kindes zu erfahren, wer sein leiblicher Vater ist:
Das Wissen über die Herkunft hilft auch, etwaige genetisch bedingte Erkrankungen oder allfällige Erkrankungsrisiken besser abschätzen zu können.
Ein privater DNA-Test ist allerdings kein erlaubtes Beweismittel vor Gericht, weil die Herkunft der Proben nicht gesichert ist:
für ein rechtlich verwertbares Gutachten muss der bzw. die gerichtlich beeidete Sachverständige/r eine sorgfältige Befundaufnahme durchführen.

Feststellung der Vaterschaft gemäß § 138 Abs 1 ABGB
>> Kommentar zu heimlichen Vaterschaftstests
Format: pdf
Dateigrösse: 14K
Datum: 10/04/16
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