Vaterschaftstests/Verwandtschaftstests

"Die Kuckucks-Kinder"

PRESSEMITTEILUNG November 2004 - "Medizin populär11/04"

Hätten Sie geglaubt, dass immer mehr Väter zweifelnd die Frage stellen, ob „ihr“ Kind tatsächlich von ihnen ist?

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Erschienen: November 2004

Tatsächlich herrscht bei Vaterschaftstests ein regelrechter Boom – und es sind nicht nur Männer, die absolute Gewissheit über die Verwandtschaftsverhältnisse haben wollen. Auch Frauen melden sich von sich aus immer öfter in den Labors, die auf derartige Untersuchungen spezialisiert sind.
Dabei geht es nicht nur um wechselnde Partnerschaften, die Zweifel an möglichen Vaterschaften auslösen können, sondern oft auch um handfeste Sorgen und Probleme, die mit einem Vaterschaftstest gelöst werden sollen. Erstaunlich viele Eltern werden gelegentlich von Zweifeln geplagt, ob ihr Kind nicht nach der Geburt in der Klinik vertauscht wurde, manchmal geht es auch um komplizierte Verwandtschaftsfeststellungen über mehrere Generationen hinweg, die bei Erbschaftsstreitereien eine wichtige Rolle spielen können.
Den Großteil des Kundenkontingentes bei den einschlägigen Instituten stellen aber doch Männer, die von deutschen und englischen Studien alarmiert wurden, wonach jedes zehnte Kind nicht von jenem Mann stammte, den die Mutter als Erzeuger angegeben hatte.

Begründete Zweifel


Die Molekulargenetikerin Mag. Susanne Haas vom Wiener Confidence-Institut, das Vaterschaftstests nach den modernsten Verfahren abwickelt, hält diese Zahl für zu hoch: „In Österreich dürfte der Anteil der ,Kuckucks-Kinder' niedriger sein. Bei unserem Institut stellt sich in etwa zehn Prozent der Fälle heraus, dass der vermeintliche Vater nicht der echte ist – aber zu uns kommen ja vorwiegend Männer, die schon begründete Zweifel haben.“ Diese Bedenken können mit höchster Wahrscheinlichkeit ausgeräumt werden, denn die Analysemethoden sind heute sehr zuverlässig.
„Die Technik hat sich in den letzten Jahren entscheidend weiter entwickelt, die Analyse ist nicht mehr so schwierig wie früher und wesentlich treffsicherer“, sagt Univ. Doz. Dr. Alexander Haslberger vom Institut für Mikrobiologie und Genetik an der Universität Wien. Tatsächlich können die Experten heute mit hundertprozentiger Gewissheit feststellen, dass jemand nicht der Vater ist und zu 99,99 Prozent, dass das Kind doch von ihm stammt.
Untersucht wird dazu die DNA, die als Träger des Erbgutes jedem Menschen unverwechselbare Merkmale verleiht. Keine zwei Individuen – ausgenommen eineiige Zwillinge – haben identische Erbinformationen.

Spezifische Erbinformationen



Diese spezifischen Erbinformationen können sich die Analysten aus verschiedensten Quellen beschaffen. Selbstverständlich sind sie im Blut enthalten, aber die Blutabnahme ist besonders für Kinder eine unangenehme Sache, die man ihnen gerne erspart und sie ist heute auch nicht mehr nötig. Die gleichen wichtigen Informationen sind beispielsweise auch in Haaren, Zigarettenfiltern, Ohrenstäbchen, gebrauchten Kaugummis oder Zahnbürsten enthalten. In der Praxis holen sich die Experten alles, was sie für die Analyse brauchen, aus der Mundschleimhaut. Dabei werden dem Kind mit einem sterilen Wattestäbchen durch mehrmaliges Abreiben an der Innenseite der Wangen Körperzellen aus der Mundschleimhaut entnommen, die über die Erbinformationen verfügen. Damit steht Material für die Untersuchung zur Verfügung, das mit Proben des mutmaßlichen oder tatsächlichen Vaters verglichen wird. Das Ergebnis steht innerhalb von fünf Werktagen fest.
Natürlich ist das Resultat der gründlichen Analyse in vielen Fällen für die Betroffenen ein Schock und Ursache einer massiven familiären Krise. „Deswegen ist es günstig, wenn vor und nach der Analyse eine persönliche Beratung erfolgt, bei der die Väter und eventuell auch die Kinder und die Mütter auf alle möglichen Varianten vorbereitet werden“, meint Doz. Haslberger. Und Mag. Haas bestätigt aus der praktischen Erfahrung: „Unsere Beratung gibt den Klienten den Rückhalt, mit den Testergebnissen umgehen zu können.“

Auch Frauen zweifeln

Es sind nicht nur Männer, welche die Dienste der DNA-Labors in Anspruch nehmen! Etwa ein Drittel der Anfragen, so Susanne Haas vom Wiener Confidence- Institut, kommt von Frauen, gelegentlich sogar von Schwiegermüttern, die misstrauisch sind, ob „ihr“ Enkerl auch wirklich ihr Enkelkind ist. Weil die Untersuchungsergebnisse weitreichende Folgen haben können, hat die österreichische Gesellschaft für Gerichtsmedizin Richtlinien für die Erstellung von Abstammungsgutachten ausgearbeitet, die sowohl technische Fragen der Untersuchung als auch Probleme des Datenschutzes berücksichtigen.



Info: Mag. Susanne Haas , DNA Confidence GesmbH, Tel. 01 / 368 45 54, Formanekgasse 14/1, 1190 Wien, susanne.haas@confidence.at

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