Vaterschaftstests/Verwandtschaftstests

"Suche nach dem Kuckucksei"

PRESSEMITTEILUNG OKTOBER 2004 - FORUM GESUNDHEIT

Von Birgit Baumann

Vaterschaftstests in privaten Labors boomen. Und es sind nicht immer nur die Väter, die wissen wollen, ob der Nachwuchs tatsächlich von ihnen stammt.

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Erschienen am: 10.2004

Mama's baby, papa's maybe“, lautet ein englisches Sprichwort. Was soviel bedeutet wie: Die Mutter eines Kindes steht zweifelsohne fest. Beim Papa kann man sich nicht so sicher sein. Jahrtausendelang mussten unzählige Männer beim Blick auf den Sprössling zumindest mit einer Rest-Unsicherheit leben und sich fragen: „Bin ich wirklich der biologische Vater?“ Dass die Zweifel nicht unberechtigt sind, zeigt eine Studie der US-Universität Virginia Commonwealth in Richmond. Forscher haben herausgefunden, dass jedes zehnte Kind ein „Kuckuckskind“ ist.

Die Zweifel der Väter (und auch Mütter) gab es schon immer. Doch seit ein paar Jahren ist es sehr viel einfacher einen Vaterschaftstest durchzuführen als früher. „Die Technologie ist gut ausgebaut, die Analyse nicht mehr unendlich schwierig“, erklärt Dr. Alexander Haslberger, Dozent für Mikrobiologie und Genetik an der Universität Wien. Heutzutage reichen geringe Materialproben, um eine DNA-Analyse vorzunehmen. In ganz Europa boomen Labors, die diese Dienstleistung anbieten. Bei einem Vaterschaftstest werden Erbmerkmale in Haaren, Blutproben, oder der Schleimhaut des Kindes und des potenziellen Vaters untersucht. Mit einem sterilen Wattestäbchen streicht man über die Mundschleimhaut. So bleiben einzelne Zellen hängen, die dann im Labor auf genetische Übereinstimmung getestet werden. Der Abstrich kann im Labor selbst erfolgen. Auf Wunsch versenden die Institute die Wattestäbchen auch. Somit kann man die Vorarbeiten auch bequem zu Hause durchführen. Ebenfalls für den Test geeignet sind Haare, gebrauchte Kaugummis, Zahnbürsten oder volle Windeln. Bezahlt wird ganz einfach mit Kreditkarte.

Im Gegensatz zu früher dauert der Test auch nicht mehr wochenlang. Binnen fünf Tagen ist die Frage aller Fragen geklärt, wobei eine Vaterschaft mit 100-prozentiger Sicherheit ausgeschlossen und mit 99,99-prozentiger Wahrscheinlichkeit bestätigt werden kann - und das zu einem Preis von ab 300 Euro aufwärts. Das Ergebnis wird den Zweifelnden auch per Post zugeschickt.

„Die Nachfrage nach solchen Tests ist stark gestiegen“, bestätigt Susanne Haas vom Wiener Confidence-Institut den Trend. Und es sind gar nicht immer nur die Männer, die Gewissheit haben wollen. Ein Drittel der Anfragen kommen von Frauen, manchmal sogar von misstrauischen Schwiegermüttern, die gegenüber der Schwiegertochter besonders wachsam sein wollen und um das Familiensilber bangen. Nicht selten beginnen bei Verkündung der Testergebnisse wahre Familiendramen.

„Gute Institute bieten daher auch juristische und psychologische Beratung“, sagt Haslberger. Auch Instituts-Leiterin Haas betont, wie wichtig es sei, die Klienten nicht mit ihrem Ergebnis alleine zu lassen. „Ein Vaterschaftstest ist heute kein Tabuthema mehr“, erklärt Molekulargenetikerin Haas. Anstatt ihre Proben verschämt quer durch Europa zu schicken, sollten sich die nach der Wahrheit Suchenden lieber vor Ort in Österreich beraten lassen. Seriöse Unternehmen in Österreich und Deutschland werben auch damit, dass sie nur Proben untersuchen, wenn das Einverständnis der Betroffenen vorliegt. Bei Kindern muss der Erziehungsberechtigte sein O.K. geben. Sachverständige warnen allerdings vor einer „rechtlichen Grauzone“. Denn ob jemand tatsächlich „rechtmäßig“ an die Proben gekommen ist, oder sie sich erschlichen hat, wird nicht überprüft. Vor Gericht hat ein solcher Vaterschaftstest übrigens keinen Bestand.

(aus FORUM GESUNDHEIT 4/2004)

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